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Werkverzeichnis (Bücher) des Schriftstellers Hans Bergel

 

Der Schriftsteller Hans Bergel in Köln, 2012. Foto: Christian Boettcher
Der Schriftsteller Hans Bergel in Köln, 2012. Foto: Christian Boettcher
  1. Fürst und Lautenschläger. Eine Erzählung aus dem Siebenbürgen des 17. Jahrhunderts. Bukarest: Jugendverlag, 1957, 105 S.

Im Jahr 1612 besetzt Siebenbürgens Fürst Gabriel Báthory die Stadt Kronstadt. Ein fahrender Sänger ermutigt die Bürger gegen Báthorys Tyrannei. Vom Fürsten festgenommen, verweigert er diesem ein Loblied im Tausch gegen die Freiheit: „Ich bin keine Hure.“ 1956 preisgekrönt, im Jahr danach veröffentlicht, wurde die Erzählung 1959 zum Anlass der Verurteilung Bergels zu 15 Jahren Zwangsarbeit: gegen das kommunistische Regime in Bukarest gerichtete Doppeldeutigkeit.

„,Fürst und Lautenschläger‘ enthält nicht nur einzelne protestierende Sätze, die ganze Erzählung ist ein Aufschrei in tyrannos. Die Erzählung wurde zur Widerstandslegende.“ (Hans Mieskes, Südostdeutsche Vierteljahresblätter, München.) „Das stolze ‚Ich bin keine Hure (…) Ich bin ein freier Sänger!‘ wurde als die programmatische Formulierung aufrechter Haltung im gehassten politischen System empfunden. Der Autor wurde wegen seines Mutes bewundert.“ (Günther Volkmer. „… dass ich in der Welt zu Hause bin.“ Paidea, Bukarest) „Eine großartige Widerstandsparabel.“ (Götz Kubitschek, Sezession, Leipzig.)

  1. Die Straße der Verwegenen. Erzählungen. Bukarest: Jugendverlag, 1957, 133 S.

Drei Erzählungen um Natur- und Sportereignisse. „Hervorragend, beglückend (…), weil sich das Dichterische, das beim Schielen nach der politischen Dienstvorschrift abstirbt, behauptet, sobald es dem künstlerischen Gesetz des Stoffes folgt.“ (Lutz Tilleweid, Südostdeutsche Vierteljahresblätter, München)

  1. Die Abenteuer des Japps. Ein heiteres Jungenbuch, in dem Sport, Abenteuer und Anderes eine Rolle spielen. Bukarest: Jugendverlag, 1958, 242 S.

Ein Jugendroman, in dem Sport, Liebe, Eifersucht, Weinen und Lachen und die Natur die Hauptrolle spielen. „Das Buch beweist Bergels Liebe für den Schilauf, für das sportliche Leben. Takt- und humorvoll schildert er die ersten Gefühlsregungen seiner halbwüchsigen Helden.“ (Heinz Stănescu, Neuer Weg, Bukarest.) – Die am 5. September 1958 in der Tageszeitung Neuer Weg, Bukarest, veröffentlichte Besprechung des Romans durch Dr. Heinz Stănescu – der von der Securitate unter dem Codenamen „Traian“ bis 1994 auf Bergel angesetzt war (nach 1976 auch in Deutschland) – war in summa der von der Securitate in Auftrag gegebene Verriss Bergels als Vorbereitung der Öffentlichkeit für dessen Verhaftung am 20. April 1959.

  1. Die Rennfüchse. Roman. München: Verlag Franz Schneider, 1969, 152 S.

Leicht geänderte Ausgabe des Romans „Die Abenteuer des Japps“. „Bergels Geschichte verdiente es, unter den Büchern ihres Bereichs an vorderster Stelle genannt zu werden.“ (Walter Myss) „Das Frische, ja Draufgängerische der Geschichte, das Unkonventionelle und Gewinnende der Erzählweise heben das Buch über den Durchschnitt hinaus.“ (H., Forum, Stuttgart)

  1. Rumänien. Porträt einer Nation. München, Esslingen: Bechtle Verlag, 1969, 219 S. [mehrere Auflagen]

Geschichte, Kultur, Kunst, Minderheitenfragen, Politik des südosteuropäischen Landes.

„Das Buch weist Bergel als einen Schriftsteller aus, der die Kunst des Schilderns ebenso beherrscht wie die der sauberen Interpretation. Ein eminent europäisches Buch.“ (Die Welt der Literatur) „In der Art eines spannenden Kriminalromans geschrieben. Profunde Kenntnisse erlauben es dem Autor, dieses ausgewogene Porträt einer Nation zu geben.“ (Die Ostschweiz) „Bergels Rumänien-Monographie ist faszinierend geschrieben.“ (dbk-Forum) „Mit bemerkenswerter stilistischer Brillanz, mit Liebe und Sachkenntnis geschrieben.“ (Express, Wien) „Zu Bergels Rumänien-Buch wäre noch hinzuzufügen, dass seine Sprache ungemein geschliffen und farbig ist, so dass die Lektüre über den Inhalt hinaus zum wahren Vergnügen wird.“ (Presse-Artikeldienst, München.) „Ein Bild Rumäniens, wie es in dieser Komplexität in der westeuropäischen Literatur noch nicht entworfen wurde. Ein glänzend geschriebenes und informatives Buch.“ (Lesen, Hannover) „Bergels Porträtskizze gelang deshalb ansprechend, weil er nicht nach alten Rastern arbeitete. Dies Rumänienbuch ist ein Muster, dem andere folgen sollten.“ (Die Presse, Wien) „Schon das erste Dutzend Seiten zeigt zunächst ganz einfach, dass der Autor schreiben kann. Porträt einer Nation – der Autor bleibt es dem Leser nicht schuldig.“ (Hans Heiler, Die Bücherei, Koblenz) „Ein ungewöhnliches Buch. Dass der Autor bis vor etwa zwei Jahren in Rumänien lebte, merkt man nicht einmal seinem Deutsch an.“ (Max Demeter Peyfuss, Österreichische Osthefte) „Mehr Kontakte durch bessere Kenntnis – hier wird sie geboten.“ (Aachener Volkszeitung)

  1. Fliegen – gestern, heute, morgen. Im Auftrag verfasste Geschichte der Fliegerei von Daidalos bis zur Apollo-Mondlandung. Köln 1970.
  1. Würfelspiele des Lebens. Vier Portraits bedeutender Siebenbürger: Conrad Haas, Johann Martin Honigberger, Paul Richter, Arthur Phleps. München: Verlag Hans Meschendörfer, 1972, 111 S. (2 weitere Auflagen)

Literarische Porträts des Raketenerbauers Conrad Haas (1529-1569), des in Indien zu Ruhm gekommenen Arztes Johann Honigberger (1795-1869), des Komponisten Paul Richter (1875-1950) und des Offiziers Arthur Phleps (1881-1944).

„Hans Bergel ist zu danken für seine mitreißenden Porträts bedeutender Deutscher aus Siebenbürgen. (Wehrdienst, Zeitschrift der Bundeswehr) „Ein nobles Buch, das in Ausschnitten etwas von der Leistung der deutschen Siebenbürger sichtbar macht, lebendig, anschaulich und sachlich geschrieben, durch Quellennachweise gut fundiert.“ (Bücherschiff, Die deutsche Bücherzeitung) „Bergel verbindet die Genauigkeit mit der Kunst der Darstellung.“ (Felix von Schroeder, Südostdeutsches Archiv)

  1. Im Feuerkreis. 10 Erzählungen. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1972, 207 S., ISBN 3-85373-0027

Zehn Erzählungen aus den Donau- und Karpatenlandschaften.

„Ich kenne keinen Autor, der diese Landschaften wie Bergel so umfänglich eingebracht hätte. Die Landschaft hat hier den Stellenwert des Charakters der Personen, sie ist Mitspieler geworden und entwickelt eine auf Entscheidungen drängende Kraft. Bergels psychologischer Blick ist zu scharf, um in der Welt eine Idylle zu finden. Genaue Kenntnis, enormes Einfühlungsvermögen. Beide bändigt er mit seiner Sprachkraft, die an die Prägnanz kleistischer Anekdoten heranreicht.“ (Andreas Birkner, Siebenbürgische Zeitung, München.) „Zehn jedenfalls sehr ausgereifte Prosastücke.“ (YF, Podium, Wien) „Vom Spionagefall bis zum Liebesdrama fesselt die Dynamik der Stories, sprühen die Funken der Einfälle.“ (Süddeutscher Rundfunk)“ „,Im Feuerkreis‘ ist ein Wurf, eine Enthüllung, er müsste seinen Autor in die Spitzengruppe zeitgenössischer Kunstprosaisten bringen.“ (Kurt Lavalle, Paris, SOVB, München)

  1. Die Sachsen in Siebenbürgen nach dreißig Jahren Kommunismus. Eine Studie über die Menschenrechte am Beispiel einer ethnischen Gruppe hinter dem Eisernen Vorhang. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1976, 30 S., ISBN 3-85373-024-8

Eine Bilanz der Zerstörungen, denen Privat- und Gemeinschaftseigentum, Wirtschaft, Kultur, Geschichtsschreibung etc. der deutschen Minderheit in Rumänien durch das kommunistische Terrorregime ausgesetzt waren. Staatspräsident Ceauşescu ließ sich den Text zur persönlichen Information ins Rumänische übersetzen.

„Bergel spricht von einer Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln gegen eine Volksgruppe, der Rumänien unendlich viel verdankt.“ (Hans-Georg von Studnitz, Deutschland-Magazin) „Die Erkenntnis des Endphasencharakters sächsischer Existenz in Siebenbürgen (…) stützt Bergel auf eine tiefgreifende Analyse von Vergangenheit und Gegenwart der Siebenbürger Sachsen. Eine erschütternde Analyse.“ (Akademische Blätter, Salzburg) „Bergels Untersuchung ist sehr nüchtern in ihrer Aussage und ohne jedes Pathos geschrieben. Der Autor schenkt reinen Wein ein.“ (Toni Hengst, Sudetendeutsche Zeitung, München) „Es ist Bergel als Verdienst anzurechnen, dass er dieses heiße Eisen anzufassen wagte.“ (Kaspar Hügel, Banater Post, München) „Eine Studienreise des Präsidenten und des Generalsekretärs der FUEV (Föderalistische Union der Europäischen Volksgruppen) nach Rumänien im Juli d. J. hat vollkommen bestätigt, was sich in Bergels Schrift niederschlägt.“ (Theodor Veiter, Europa Ethnica, Österreich)

  1. Der Tanz in Ketten. Roman. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1977, 267 S., ISBN 3-85373-028-0 (3. Auflage 1995; Neuauflage 2015, Berlin: Edition Noack & Block, ISBN 978-3-86813-026-3)

Der Roman – eine Rahmenerzählung in zehn selbständigen Kapiteln – schildert kommunistische Terrorherrschaft.

„Mit epischer Kraft und Dynamik glückte hier ein Werk, wie unser Büchermarkt es bisher nicht kannte. ,Der Tanz in Ketten‘ ist ein Roman, den man noch in Jahrzehnten mit Spannung und Erregung lesen wird.“ (Süddeutscher Rundfunk) „Mit ‚Der Tanz in Ketten‘ erfuhr Bergels Erzählkunst eine Krönung. Dieses Buch hat mich in seiner Dynamik beim Lesen atemlos werden lassen.“ (Traute Foresti, ORF, Wien) „Hier gelang ein Kunstwerk, dem sich wenig aus der erzählenden Literatur deutscher Sprache der letzten Jahre an die Seite stellen kann.“ (Klaus Klüwer, Literatur und Kritik, Salzburg) „In einer atemberaubenden Handlung wird der Zugriff des ideologischen Totalitarismus auf das Leben des Einzelnen aufgezeigt und zugleich ein Loblied auf die Liebe zwischen Mann und Frau gesungen.“ (Deutsche Umschau, Fulda.) „Die Lektüre lässt einen nicht mehr los.“ (Nonnen, Das neue Buch, Köln.) „Die Welt, die sich in diesem Buch auftut, ist von sirrender Spannung. Was dieser Mann aus seiner Erinnerung heraufholt, ist von grausiger Nachdrücklichkeit.“ (Armin Mohler, Criticon, München) „Stück um Stück rollt sich die Geschichte (des Helden) auf, manches nur in Andeutung, aber mit packender Eindringlichkeit.“ (Viktor Meier, FAZ) „,Der Tanz in Ketten‘ ist bis heute der komplexeste, der subtilste, der kenntnisreichste Roman über den kommunistischen Terror (…) in Rumänien. Alles ist mit einer Genauigkeit gestaltet, die nichts hinter den Fieberschleiern des Romangeschehens verwischt, sondern es symbolisch erhöht.“ (Ana Blandiana, Memoria, Bukarest) „Bergel erzählt mit bestürzender Intensität.“ (Bayerischer Rundfunk) „Man hat Bergel den ,deutschen Solschenyzin‘ genannt.“ (Walter Myss, Kulturpolitische Korrespondenz, Bonn) „Was hier als Rückschau ausgebreitet wird, ist ein Menetekel für unsere Welt. Bergel fängt nicht nur die Atmosphäre dramatischer Situationen ein, er erweist sich auch als Könner der Landschaftsschilderung. Man riecht die Karpatenwälder und das Wasser ihrer wilden Flüsse – Höhepunkte und Ritardandi im fast atemlosen Geschehen.“ (Ernst Schremmer, Süddeutscher Rundfunk)

  1. Siebenbürgen. Bilder einer europäischen Landschaft. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1980 [mehrere Aufl.], 120 S., Abb., ISBN 3-85373-053-1 (Übersetzung ins amerikanische Englisch 1980: A Picture Book of Transylvania)

Der Großformat-Band enthält neben ganzseitigen Schwarzweiß- und Farbrepros fünf Essays zu siebenbürgischen Grundthemen: Geschichte, Landschaft, Burgen, Mehrvölkerraum.

„In großartigen Essays entwirft Bergel ein Bild des Hochlandes nördlich der Südkarpaten, dessen Synthese aus historischer, kunst- und kulturphilosophischer Beleuchtung vom ersten Absatz an fasziniert.“ (Sven Lorenzen, Die Brücke, München) „Eine Postille zum tieferen Verständnis unserer deutschen Europa-Rolle sollte dieses Werk sein.“ (Wolfgang Schwarz, Kulturpolitische Korrespondenz, Bonn) „Das Ereignis dieses Buches ist der wunderschöne Text von Hans Bergel. Es gehört zum Besten, was in dieser Literatursparte je vorgelegt wurde.“ (Helmut Schinagl, Präsent, Innsbruck.)

  1. Johannes Schreiber, Aquarelle. Über die Kunst des Malens mit Wasserfarben. Linz: Kunstverlag Friedrich Karrer, 1981, 56 S.

In dem mit großformatigen Repros der Aquarelle des Österreichers Johannes Schreiber ausgestatteten Band ist eine Geschichte der europäischen Aquarellmalerei zu lesen. „Um einen glänzenden Essay werden die Werke Johannes Schreibers geschart.“ (Die Künstlergilde, Esslingen)

  1. Gestalten und Gewalten. Südöstliche Bilder und Begegnungen. Essays, Aufsätze, Vorträge. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1982, 206 S., ISBN 3-85373-072-8, (2. Aufl. 1983)

Der Band enthält 25 Texte: Monografien bedeutender Siebenbürger und Studien zur Kulturgeschichte der Deutschen in Siebenbürgen.

„25 Essays, in einer Sprache bedeutender Bildkraft und geistreicher Eleganz vorgetragen, bilden den Inhalt des Buches. Beste Literatur.“ (Bayerischer Rundfunk) „Eine unserer bedeutendsten Veröffentlichungen.“ (Hans Meschendörfer, Siebenbürgische Zeitung, München) „Bergel ist unter den aus Siebenbürgen stammenden Autoren zweifellos der vielseitigste. (Die Beiträge dieses Buches) müssen als Einheit verstanden werden. Dann ergibt sich nach geistiger Weiträumigkeit, völkerübergreifender und kulturenerklärender wie -verbindender Geste ein eminent europäisches Buch.“ (Klaus Klüwer, Die Brücke, München) „Die souveräne Stellungnahme zu den Fragenkomplexen, die Weitsicht, mit der siebenbürgische Belange in den europäischen Zusammenhang gestellt werden, die treffsichere Sprache rechtfertigen die Behauptung, dass dies Buch ,eine unserer bedeutendsten Veröffentlichungen‘ sei.“ (Die Künstlergilde, Esslingen)

  1. Dunja, die Herrin. Erinnerungsbilder aus dem Donaudelta. Mit neun Bildern von Heinrich Schunn. München: Verlag der Akademie für Graphisches Gewerbe, 1982, 23 S. (Ausgabe Freising: Sellier Verlag, 1983, und weitere Ausgaben bzw. Nachdrucke)

Als Prüfungsarbeit erstellten Studenten der Münchner Akademie für das grafische Gewerbe diese wohl beste Landschaftsschilderung Bergels als 23-seitige-Broschur. Acht Meisterzeichnungen und -aquarelle Heinrich Schunns (1998-1984) begleiten den Text, der einem großen Gemälde gleichkommt.

  1. Heinrich Schunnein Maler, sein Werk, seine Zeit. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1983, 120 S., ISBN 3-85373-074-4

Reproduktionen aus dem Werk des bekanntesten Landschaftsmalers Siebenbürgens (1898-1984) begleiten Betrachtung und Einordnung seiner Kunst.

„Das Buch ist (…) mit Bergels ausgezeichnetem Begleittext (…) eine herrliche Neuerscheinung, ein aufregend köstlicher Band.“ (Heinrich Zillich, Siebenbürgische Zeitung, München)

  1. Drei politische Reden zur Lage der Deutschen in Siebenbürgen. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1983, 32 S., ISBN 3-85373-078-7

Neben der berühmt gewordenen „Rede vor dem Kölner Dom“, 1982, gehören „Bleiben oder Gehen?“ und „Der historische Hintergrund der Aussiedlung“ zu den wichtigen Dokumenten des Kampfs um die Wahrnehmung der Menschenrechte in Siebenbürgen während der kommunistischen Ära.

  1. Hermann Oberth oder Der mythische Traum vom Fliegen. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1984, 103 S., ISBN 3-85373-084-1

Auf rund 100 Seiten gibt der Band einen Einblick in Leben und Werk des „Vaters der modernen Raumfahrt“.

„Ein sehr informatives Buch, das Technikgeschichte als ein durchaus nicht trockenlangweiliges, sondern hochinteressantes, spannendes Thema erkennen lässt.“ (Walter Jörg Langbein, Para 11/1984) „Ein hervorragend geschriebenes Buch, dessen innere Spannung kaum einen Leser unberührt lassen wird.“ (Sven Lorenzen, Die Brücke)

  1. Der Tod des Hirten oder Die frühen Lehrmeister. Erfahrungen im Umgang mit der Sprache. Essay. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1985, 76 S., ISBN 978-3-85373-090-4

Kultur- und literaturgeschichtlich ausholender Essay zur Frage der Sprache und Dichtung.

„Hans Bergel, dessen Sprachgewalt wir immer schon bewunderten, ist mit diesem Meisterstück dichterischer Prosa selber zu einem Lehrmeister geworden.“ (J. A. Stupp, Südostdeutsche Vierteljahresblätter, München) „Problemstellung und Darstellungsweise haben großen Zuschnitt.“ (Kulturpolitische Korrespondenz, Bonn) „Ein erstaunliches Büchlein, das nur ein heimatloser Schriftsteller schreiben konnte. Bergel ist unter den Siebenbürger Sachsen die stärkste seit 1945 sichtbar gewordene dichterische Begabung.“ (Criticon, München)

  1. Literaturgeschichte der Deutschen in Siebenbürgen. Ein Überblick. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1987, 107 S., ISBN 978-3-85373-102-4

Erschienen in der Reihe „Überblicke“ des Wort-und-Welt-Verlags, Innsbruck; die bis zu jenem Zeitpunkt einzige Literaturgeschichte (Abriss) der Deutschen in Siebenbürgen von den Anfängen im Hochmittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Zahlreiche Abbildungen.

„Bergel bietet kein Daten- und Namensammelsurium, das Vollständigkeit vortäuschen will. Seine Angaben sind stimmig, seine Eindrücke sind die eines wissenden und mitfühlenden Lesers, der sehr viel über die Geschichte und Kunst in Siebenbürgen weiß.” (Hartl, Südostdeutsche Forschungen, München)

  1. Das Venusherz. Erzählung. München: Verlag Schumacher-Gebler, 1987, 41 S.

Die Geschichte der tragischen Liebe zwischen Mutter und Sohn, die keine Kenntnis voneinander haben. Sie begegnen sich an der Küste des Schwarzen Meeres mit Empfindungen unwiderstehlicher Neigung zueinander.

„Eine vornehm erzählte seltsame Geschichte (…) Bergel hält den sachlichen Ton des unbeteiligten Berichterstatters über alle Erschütterungen hinweg bei und steigert so die Spannung des dramatischen Lesestoffes. Seine erzählerische Disziplin verfällt an keiner Stelle der Effektsuche. Aufgefächert zu einer großen Szenerie.“ (Franz Heinz, Kulturpolitische Korrespondenz, Bonn) „… eine Novelle klassischer Prägung und Prägnanz (…) Die Schönheit im Bild, die Pracht der Bilder: sie entfalten sich in zweifacher Hinsicht. Das einmalige Buch wird zum Zeugen einer Kunst, die sich ernst nimmt und mit drängendem Ernst die tiefsten Tiefen menschlichen Erlebens, den ,Brunnen im Blick‘, auslotet.“ (Horst Fassel, Südostdeutsche Vierteljahresblätter, München)

  1. … und Weihnacht ist überall. Zwölf ungewöhnliche Weihnachtsgeschichten. München: Herbig, 1988, 247 S., ISBN 978-3-7766-1547-0 (auch als Ullstein-Taschenbuch 1995, ISBN 978-3-548-23803-6)

„Zwölf ungewöhnliche Weihnachtsgeschichten aus aller Welt.“ (Verlagstext) Kanada, Europa, Afrika, der Ural, die Alpen u. a. sind die Handlungsstätten.

„Bergel erweist sich der großen, hohen Sprachkultur eines Heinrich von Kleist und Gottfried Keller verpflichtet. Alles hat bei ihm Biss und Drall. Alles andere als herkömmliche Weihnachtsgeschichten – ungewöhnliche, an Abenteuer- oder Kriminalgeschichten erinnernde, immer gegenwartsbezogene Erzählungen.“ (Ernst Edmund Keil, Deutscher Ostdienst) „Hans Bergel gelingt es mit seiner exzellenten Sprachkunst, Schicksale in Erzählungen zu integrieren, deren unerbittlicher Ablauf geradezu archaisch anmutet.“ (Traute Foresti, ORF, Wien) „Als eigenständiger Kontrast zur Fülle sonstiger Weihnachtsliteratur überall zu empfehlen.“ (Evangelische Kirchenzeitung, Reutlingen) „Noch nicht bekannte Weihnachtsgeschichten haben Seltenheitswert. So sei auf diesen Band hingewiesen.“ (Der evangelische Buchladen) „… eine Prosa von gleicherweise kraftvoller Verve wie bestechender Präzision.“ (Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg)

  1. Das Motiv der Freiheit. Glanz und Elend der südosteuropäischen Deutschen. Vorträge, Aufsätze, Rundfunksendungen. Herausgegeben vom Kulturreferat der Siebenbürger Sachsen. München: Transylvania Verlag, 1988, 166 S., ISBN978-3-9802015-1-3

Zwölf politische Texte zu Themen südöstlicher Observanz.

„Die Reden und Aufsätze sind mehr als zeitgeschichtliche Dokumente; sie offenbaren sowohl das Gespür als auch das völkerverbindende Kulturverständnis des Autors. Ein wichtiges Buch in dieser Zeit!“ (Hermann Schlandt, Neue Kronstädter Zeitung, München.) „Das ,Motiv der Freiheit‘ teilt sich hier als treibende Kraft bei Entscheidungen mit, die unausweichlich und endgültig sind. Die Bereitschaft zur Wahrheit verbindet sich mit dem Anliegen, das Ererbte in ein neues zeitgemäßes Umfeld zu versetzen.“ (Kulturpolitische Korrespondenz, Bonn)

  1. Zikadensommer. Gedichte. München: Edition Transform HERP, 1991, 16 S., ISBN 978-3-927958-11-1

Kleine Auswahl von Gedichten eines Prosaerzählers, der sich nicht als Gedichteschreiber versteht: für den „das Gedicht eine Sprachübung“ ist.

  1. Kammermusik in Bronze und Stein. Der Bildhauer Hans Guggenberger. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1994, 68 S., ISBN 978-3-85373-172-7

Der Bildhauer Hans Guggenberger (1902-1987) hinterließ ein Werk, dessen Kanon sich im Geiste klassischer Maße versteht. Der Text führt anhand reichen Bildmaterials vor biografischem Hintergrund ins Werk ein.

„Bergels umfangreiche, mit Bravour geschriebene Essaystudie ist nicht nur die Dokumentation einer Künstlerpersönlichkeit und ihres Werks, sondern auch die Beleuchtung einer Zeit, die Sichtbarmachung europäischer Zusammenhänge.“ (Walter Schuller, Neue Kronstädter Zeitung, München)

  1. Zuwendung und Beunruhigung. Anmerkungen eines Unbequemen. 32 Essays und ein Gespräch. Thaur bei Innsbruck: Wort und Welt Verlag, 1994, 336 S., ISBN 978-3-85373-173-4

Porträts; Städte, Landschaften; Selbstauskünfte. „Der vorliegende Band vereinigt 32 Essays und ein aufschlussreiches Gespräch, das Stefan Sienerth mit Hans Bergel führte. Die Essays Bergels halten, was ihre Gattungsbezeichnung verspricht.“ (Peter Motzan, Vorwort)

  1. Prosa. Lyrik. Herausgegeben von Hans-Joachim Sander. Mit einem Vorwort von Peter Motzan. Göttingen: Verlag des Arbeitskreises für deutsche Dichtung e.V., 1995, 40 S., ISBN 978-3-88356-105-9 (= Veröffentlichungen des Südostdeutschen Kulturwerks, Reihe A: Kultur und Dichtung, Bd. 44)

Der schmale Band enthält eine Auswahl aus Prosa und Lyrik Hans Bergels.

  1. Erkundungen und Erkennungen, Notizen eines Neugierigen. 25 Essays. München: Verlag Südostdeutsches Kulturwerk, 1995, 264 S., Abb., ISBN 978-3-88356 096-0 (= Veröff. des Südostdeutschen Kulturwerks, Reihe A: Kultur und Dichtung, Bd. 40)

„Dieses Buch (…) versteht sich auch als Fortsetzung und Ergänzung des (…) von Peter Motzan betreuten Bandes ,Zuwendung und Beunruhigung‘.“ (Stefan Sienerth)

  1. Wenn die Adler kommen. Roman. München: Verlag Langen Müller, 1996, 400 S., ISBN 978-3-7844-2582-8 (auch Bertelsmann-Club 1997; Bastei-Lübbe Taschenbuch 1999, ISBN 978-3-404-14237-8; Neuauflage 2015, Berlin: Edition Noack & Block, ISBN 978-3-86813-028-7)

Der Roman ist der erste Band einer als Trilogie geplanten Romanfolge mit dem Vorhaben, am Beispiel einer Familie europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts zu erzählen. Die Kritik notierte das „Novum des Blickwinkels“. Nach dem Vorbild lateinamerikanischer Romane – García Marquez, Allende, Llosa – wird unter anderem die Vielvölkerwelt Südosteuropas in einer Weise lebendig gemacht, die es vorher nicht gab. – „Familiensaga, autobiographisch geprägt, in der sich die großen Ereignisse des Jahrhunderts spiegeln.“ (Süddeutsche Zeitung, München) „… auf den Schlachtfeldern Millionen Tote. Vor diesem Hintergrund erzählt Hans Bergel ein imposantes Epos.“ (Zeitbühne) „,Wenn die Adler kommen‘ ist ein präzis recherchierter, zeitgeschichtlich authentischer Roman, der mit Sprachgewalt Geschichte lebendig zu machen vermag.“ (Ralf Menikheim, Fränkische Nachrichten) „Ein grandioses Epos.“ (Adelbert Reif, Die Welt) „,Wenn die Adler kommen‘ ist ein komplexes, ein fesselndes, ein tiefschürfendes und problembewusstes Buch (…) ein Epochengemälde in Zeiten der Auf- und Umbrüche.“ (Peter Motzan, Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg) „Hier findet nichts Geringeres als Weltgeschichte statt.“ (Georg Aescht, Kulturpolitische Korrespondenz, Bonn) „Hinter dem Titel ,Wenn die Adler kommen‘ würde man kaum einen Gesellschaftsroman mit den Qualitäten vermuten, die Hans Bergel zu bieten hat.“ (club, Weikersheim) „,Wenn die Adler kommen‘ ist nicht nur der Roman einer Landschaft, er hat – die Welt durchs Prisma dieser Landschaft erfassend – kontinentale Dimension.“ (Walter Schuller, Karpatenrundschau, Kronstadt) „Gekonnt geschrieben, anspruchsvoll, ein Buch für aufgeschlossene Leser in größeren Büchereien.“ (Gisela Öller, Die neuen Bücher, Bayerische Staatsbibliothek) „,Kunstwerk und Chronik, Dichtung und Dokument – beispielhaft ist dieser Roman beides in einem‘, so wurde vor 19 Jahren ,Der Tanz in Ketten‘ klassifiziert. Dies gilt nun auch für Hans Bergels neues Buch ,Wenn die Adler kommen‘, dessen Schönheit, Urgewalten und Träume staunend zu entdecken sind.“ (W. Schlandt, Neue Kronstädter Zeitung, München) „Ein überzeugendes, zutiefst suggestives Fresko.“ (Ana Blandiana, Memoria, Bukarest) „Das Pikareske der Details ist mit unvergleichbarer poetischer Kunst geschildert.“ (Nicholas Katanoy, Cârja lui Sisif, Braşov/Kronstadt)

  1. Im Spiegellicht des Horizonts. Gedichte und Nachdichtungen. München: Verlag Südostdeutsches Kulturwerk, 1996, 95 S., ISBN 978-3-88356-118-9 (= Veröff. des Südostdeutschen Kulturwerks, Reihe A: Kultur und Dichtung, Bd. 49)

„Die Gedichte Hans Bergels bestechen und überzeugen durch formbewusste Kompositionstechnik, leuchtkräftige Bilder, durch Dynamik der Diktion und die kunstvoll gebändigte Rhythmik.“ (Umschlagtext.) – „Gedichte von einer faszinierenden Strahlkraft.“ (Karl Stein, Neue Kronstädter Zeitung, München)

  1. Gesichter einer Landschaft. Südosteuropäische Porträts aus Literatur, Kunst, Politik und Sport. Essays. München: Edition Wort und Welt, 1999, 341 S., ISBN 978-3-932413-04-0

22 literarische Porträts herausragender Siebenbürger – Deutsche, Rumänen, Ungarn, Juden. „Es gibt kaum einen zweiten deutschsprachigen Autor unserer Tage, der Südöstliches mit dieser Authentizität und Leidenschaft beschreibt wie Bergel.“ (Vorwort des Verlags)

„Hans Bergel bewegt sich mit Sicherheit und feinem Gespür für das Wesentliche sowie für Details auf den Gebieten der Malerei, Kunstgeschichte, Musik und natürlich auf ureigenen Domänen – der Literatur und der Politik (…) Der südosteuropäische Raum wird durch Bergels Porträts vielschichtig erschlossen.“ (Hannes Elischer, Südostdeutsche Vierteljahresblätter, München) „Die Buntheit und Vielgesichtigkeit der Welt, die diese Porträts erschließen, machen sie zu literarischen Dokumenten untergegangener Kulturlandschaften.“ (Deutscher Ostdienst, Bonn)

  1. Bukowiner Spuren. Von Dichtern und bildenden Künstlern. Aachen: Rimbaud Verlag, 2002, 96 S., ISBN 3-89086-747-2 (= Studien zur Literaturgeschichte 3)

Sieben „der besten, in Bergels Essay-Stil der Synthese aus geistreichem Gesprächston und wissenschaftlicher Exaktheit wachsendem Vortrag“ (Süddeutscher Rundfunk) niedergeschriebenen Texte beschäftigen sich mit Persönlichkeiten der Bukowiner Kulturlandschaften – von Gregor von Rezzori bis Manfred Winkler. „Was bei dieser Auswahl zustande kam, ist ein Stück südosteuropäischer Kulturgeschichte, denn Bergel weitet das Blickfeld über die deutschsprachige Bukowina hinaus auf Bukarest, Siebenbürgen, auf rumänische, jüdische, ungarische u.a. Kulturpotenziale aus.“ (W. Sch., Siebenbürgische Zeitung, München)

  1. Gedanken über Europa. Südöstliche Blickpunkte. Wien: Verlag Österreichische Landsmannschaft, 2005, 112 S, 19 Bilder, ISBN 3-902350-16-4, 7,40 Euro (= Eckartschrift 179)

Prinz Eugen, aber ebenso die großen Siebenbürger der Renaissance – darunter Berühmtheiten wie der persönliche Berater Kaiser Karls V. Maximilianus Transilvanus –, die Gotik unter der Hohen Tatra u. a. bilden den Inhalt der sechs kulturhistorischen Essays dieses Bandes.

„Bergel ist nicht nur intimer Kenner der tausend Gesichter und der verwobenen Geschichte Südosteuropas, sondern auch einer, der Verständnis und Verstehen aufbringt. Was er hier an Gedanken und Belegen zusammengetragen hat, lässt den Leser Südosteuropa anders, vor allem besser, tiefer verstehen.“ (Luzian Geier, Der Südostdeutsche, Augsburg) „Es ist seine besondere Gabe, dies mit Eloquenz so verständlich zu machen, dass ein neues Licht auf diesen dem Westeuropäer nur schwer entwirrbaren Fragenkomplex fällt. Sogar Menschen, die meinen, den Südosten in seiner Vielschichtigkeit zu kennen, erfahren von Bergel Aufschlüsselungen, die ihnen nie bedachte Aspekte eröffnen.“ (Melitta Kenst, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Die Wiederkehr der Wölfe. Roman. München: Verlag Langen Müller, 2006, 686 S., Karten, ISBN 978-3-7844-305-2, 24,90 Euro; Neuauflage 2015, Berlin: Edition Noack & Block, ISBN 978-3-86813-029-4).

Der Roman schildert – in Fortsetzung des Romans „Wenn die Adler kommen“ – die Zeit des 2. Weltkriegs. Der Handlungsraum erstreckt sich von Kronstadt und Bukarest bis Paris, von Madrid bis Moskau, von London und Berlin bis Odessa. Der Roman endet mit dem Abwurf der Wasserstoffbomben auf Hiroshima und Nagasaki.

Bergels „enorme Sprachkraft, seine virtuose Beherrschung verschiedener Sprachregister“, die „Fülle des von ihm meisterhaft bewältigten und souverän gehandhabten historischen Materials (…) sind hervorzuheben (…) Die Wiederkehr der Wölfe symbolisiert auf metaphorischer Ebene das radikale Ausgesetztsein des Einzelnen angesichts existenzieller Bedrohung.“ (Markus Fischer, Spiegelungen, München) „Monumental wie ,Doktor Schiwago‘, Bergel wendet die kunstreichsten Mittel an, vorgetragen in klassisch disziplinierter Sprache von einer enormen Beschwörungskraft, deren sich dies As des geschriebenen Wortes bedient.“ (Nicholas Catanoy, World Literature Review, New York). „,Die Wiederkehr der Wölfe‘ ist der beste Roman, den ich über das Dilemma gebildeter nationalbewusster Kreise im ,Dritten Reich‘ kenne.“ (Götz Kubitschek, Sezession, Leipzig) „,Die Wiederkehr der Wölfe‘ ist ein zeitgeschichtliches Dokument, ein Liebes- und Abenteuerroman sowie Agententriller gleichermaßen. Ein Novum in der deutschen Literatur und ein Meisterwerk von vollendeter Sprachkraft.“ (Observer, Wien) „Der Zweite Weltkrieg erfährt seine Auswirkungen aus einem anderen Blickwinkel, der Frontgeschehen und Politik in neuem Licht erscheinen lässt.“ (Gerd Kriebich, ekz-Informationsdienst) „Bergel wagt sich als erster Autor aus Südosteuropa an das Tabuthema auslanddeutscher Anfälligkeit für die nationalsozialistischen Heim-ins-Reich-Verlockungen.“ (Renate Windisch-Middendorf, Badische Zeitung, Freiburg/Br.) „Der Erzählkosmos des Bergelschen Werkes ist auch eine Fundgrube für den westeuropäischen Leser, der ein Welttheater betritt (…) Bergel dürfte der erste deutsche Autor sein, der Résistance und Kollaboration während der deutschen Besatzung in Frankreich literarisch thematisiert.“ (Renate Windisch-Middendorf, Der Mann ohne Vaterland, Berlin) „Eines der 18 Kapitel (…) die abenteuerliche Fluchtgeschichte eines spanischen Vorfahren aus dem von Napoleon beherrschten Land. Mit dieser wie in einer Intarsienarbeit eingelagerten Erzählung, atmosphärisch dicht, dynamisch vorwärts drängend, reflexionsfrei, ist Bergel ein Prachtstück deutscher Novellistik gelungen. Kleist hätte seine Freude.“ (Reinhold Fuchs, Traunreuter Anzeiger) „Wie viel wirkungsvoller ist es, wenn Geschichte so beschrieben wird, dass man sie versteht und mitleidet, statt mit politisch korrekten Klischees bedient zu werden.“ (Dedo Graf Schwerin von Krosigk, Erzählung und Identität bei Hans Bergel, Paideia, Bukarest) „Das Ganze (…) ein Querschnitt (der) Ereignisse, wie es nur Dichter können (…) Im ganzen Wortsein ein Roman Europas.“ (Manfred Winkler, Wir setzen das Gespräch fort, Berlin) „Mit dem Blick für den geschichtlichen Kontext ausgestattet, gelingt es Bergel, das historische Fakt zum Teil der Erzählung zu machen.“ (George Guţu, Nationalität – Binationalität – Übernationalität, Bukarest) Das „Opus Magnum stünde, wenn ich meine Bibliothek etwas umgruppiere, neben Manès Sperbers ,Wie eine Träne im Ozean‘, Franz Werfels ,Vierzig Tage des Musa Dagh‘. Immer aber neben Tolstojs ,Krieg und Frieden‘.“ (Godehard Schramm, Erzählung und Identität bei Hans Bergel, Bukarest) „Die kühne und in sich stimmige Komposition der Anlage und die Sprache, in der erzählt wird, sind Leistungen, denen wir nicht alle Tage begegnen. In der Reihe der literarischen Rückblicke auf jene Zeit, wie Günter Grass und Joachim Fest sie vorlegten, besteht Hans Bergels jüngster Roman den Vergleich.“ (George Guţu, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Erich Bergel. Ein Musikerleben. Persönliche Notizen zur Biographie. Kludenbach: Gehann-Musik-Verlag, 2006, 144 S., 20,00 Euro, ISBN 978 3-927293-29-8

Bio- und Monographie des weltberühmten Dirigenten und Musikwissenschaftlers (1930-1998), des Bruders Hans Bergels; mit zahlreichen Abbildungen. Die rumänische Fassung des Buches erregte in Rumänien Aufsehen.

„Ein mitreißend geschriebener Text (…) Hans Bergels Buch über den Bruder ist mehr als ein exzellentes biographisches Dokument. Es ist ein Buch über eine Epoche.“ (Marco Ostrowsky, Neue Kronstädter Zeitung, München.) „(…) die Fähigkeit, musikwissenschaftliche Zusammenhänge (…) darzustellen, verbindet den Schriftsteller und Musiker Hans Bergel mit Thomas Mann.“ (Renate Windisch-Middendorf, Der Mann ohne Vaterland, Berlin) „Es ist ein Glücksfall, dass der ältere Bruder – selbst ein begnadeter Schriftsteller – aus reichen persönlichen Erinnerungen schöpfen kann, um den ungewöhnlichen Lebensweg eines herausragenden Dirigenten und Musikforschers nachzuzeichnen.“ (H.G., Siebenbürgische Zeitung)

  1. Wegkreuzungen. Dreizehn Lebensbilder. Bamberg: Johannis Reeg Verlag, 2009, 33 Abb., 176 S., 16,30 Euro, ISBN 978-3-937320-38-0

Dreizehn Porträts bedeutender südosteuropäischer Wissenschaftler, Künstler, Schriftsteller. „Wer die ,Wegkreuzungen‘ zur Hand nimmt, wird sie nach der Lektüre angeregt und bereichert aus der Hand legen – und von Neuem danach greifen (…) Facetten deutscher Kulturgeschichte von unbestreitbarem Wert.“ (Joachim Otth, Berlin, Vorwort) „Jeder Beitrag des handlichen, mit schöner Schrift auf schönes Papier gedruckten, aufschlussreichen und im wahren Sinne vielgesichtigen Buches hat die Merkmale Bergel’scher Schreibkunst: Überall ist Spannung, Sprachbrillanz, umfassendes Wissen.“ (Manfred Winkler, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Am Vorabend des Taifuns. Geschichten aus einem abenteuerlichen Leben. Berlin: Edition Noack & Block, 2011, 365 Seiten, 18,00 Euro, ISBN 978-3-86813-002-7

Der 360-Seiten-Band enthält 32 autobiographisch bestimmte Erzähltexte, darunter „Perlen der Erzählkunst“ (Bayerischer Rundfunk). Von der Kindheit bis ins Alter, von Siebenbürgen bis Neuseeland und Kanada, vom Attersee bis zur Sierra de Guadarrama reichen die Schauplätze und machen Momente des in „renaissancehafter Vielfalt“ (Ana Blandiana) gelebten Daseins des Autors anschaulich.

„Man kann sie [die Geschichten] als die drei Romane flankierende, ergänzende, vertiefende Texte lesen, aber sie sind weit mehr als das: Es sind eigenständige, aus der Lebensanekdote gewachsene literarische Gebilde nach eigenem Gesetz.“ (Dieter Roth, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Die Wildgans. Geschichten aus Siebenbürgen. München: Langen Müller Verlag, 2011, 175 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-7844-3255-7

„Hans Bergel, der Autor großer Romane wie ;Der Tanz in Ketten‘ oder ,Die Wiederkehr der Wölfe‘, lotet durch seinen genauen Blick und die emotionale Wucht seines Erzähltons die Dimensionen der Menschlichkeit aus.“ (Klappentext)

„Hans Bergel legt mit diesem Band eine Auswahl von Erzählungen vor, in denen archaisch-mythische Landschaften Rumäniens, von der ‚grünen Finsternis des Karpatenbogens‘ bis hin zur ‚riesigen goldblauen Woge‘ des Schwarzen Meers zum exotischen Faszinosum werden.“ (Renate Windisch-Middendorf, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Manfred Winkler, Hans Bergel: Wir setzen das Gespräch fort. Briefwechsel eines Juden aus der Bukowina mit einem Deutschen aus Siebenbürgen. Berlin: Frank & Timme Verlag für wissenschaftliche Literatur, 2012, 350 S., 28,00 Euro, ISBN 978-3-86596-381-9

Bergel schloss 1956 in Bukarest Freundschaft mit dem deutsch-jüdischen Lyriker Manfred Winkler, der 1959 nach Israel emigrierte, als Bergel zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. 38 Jahre später, 1994, fanden sich die Beiden wieder. Häufige Aufenthalte Bergels in Israel, Besuche Winklers in Deutschland wurden von reger Korrespondenz begleitet, aus der Renate Windisch-Middendorf 124 Briefe herausgab. „Ein in der Literatur (…) einzigartiges Dokument.“ Reichhaltiges Bildmaterial. – „Der Briefwechsel (…) erweitert den Weg der möglichen Interpretationen von Leben und Werk zweier (…) wichtiger Autoren. (…) Das Buch hat der Forschung neue Wege geöffnet.“ (Anita Szell, Südost-Forschungen, Oldenburg) „Es ist aus diesen Briefen über Literatur, Musik, Politik neben einer Vielzahl von anregenden Informationen der Versuch einer virtuellen Korrektur der Geschichte herauszulesen, ein immer noch frisches Anrennen gegen eingefleischte Vorstellungen und für historisch unberücksichtigt gebliebene Alternativen, das die Lektüre in Spannung hält.“ (Markus Bauer, Neue Zürcher Zeitung) „Was der Leser aus den 124 Briefen erfährt, ist ein Diskurs auf höchster Ebene, artikuliert in transparenten Sätzen, ohne akademische Belehrung (…) eine Fundgrube für alle diejenigen, die hinter die Kulissen europäischer Kulturgeschichte blicken wollen (…) Wer den dialogischen Gedankengängen der beiden Autoren folgt, wird das Chaos der europäischen Verwerfungsprozesse aus einer Perspektive betrachten, die von der reichen Erfahrung zweier bedeutender Zeitgenossen genährt wird.“ (Wolfgang Schlott, Bremer Tageszeitung)

  1. Der schwarze Tänzer. Ausgewählte Gedichte. Berlin: Edition Noack & Block, 2012, 153 Seiten, 16,80 Euro, ISBN 978-3-86813-008-9

115 bald in Reimen, bald in freien Rhythmen verfasste Gedichte. Es gilt der Editionsvermerk zu „Im Spiegellicht des Horizonts“ (siehe 29). Besprechung in der Siebenbürgischen Zeitung.

  1. Das Spiel und das Chaos. Essays und Vorträge. Berlin: Edition Noack & Block in der Frank Timme GmbH, 2013, 195 Seiten, 18,00 Euro, ISBN 978-3-86813-013-3

Die 15 Essays „holen immens weit aus, um einen Kontinent des Geistes und seine Gedanken zu umreißen, wie es nur wenige vermögen. Die Seiten zählen zum Besten, was ich so kurz und unwiderruflich las.“ (Karl Lubomirski, Mailand) Goethe und Kleist, Schiller, Cioran, Ioana-Maria Gorvin, Ana Blandiana, die Musik, die Entstehungsgeschichte des Romans „Die Wiederkehr der Wölfe“ u.a. sind die Themen des Bandes.

„Am Ende der Lektüre steht eine überzeugende, in sich schlüssige Synthese aus ethischen Grundüberzeugungen, humanistischen Idealen und ästhetischen Gestaltungsprinzipien. Dabei ist der Mensch Hans Bergel, der politisch wache Zeitgenosse und stupende Kenner europäischer Kunst und Literatur, von dem Sprachkünstler Hans Bergel nicht zu trennen.“ (Anneli Ute Gabanyi, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Von Palmen, Wüsten und Bazaren. Reisenotizen aus Israel. Berlin: Edition Noack & Block, 86 Seiten, 14,80 Euro, ISBN 978-3-86813-019-5

Reisenotizen aus der Zeitspanne April bis Mai 2006. Bibliophil gearbeiteter schmaler Band mit 21 Farbfotos. „Die Reisenotizen sind gespickt mit kurzen, einprägsamen Wiedergaben der Gespräche Winkler-Bergel über Literatur, Raketenangriffe aus dem Libanon, die innere Zerrissenheit des Judentums, den geistigen Zustand Europas und der Deutschen, mit Anmerkungen über Fahrten durch das Land.“ (Arthur Hoffmann, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Europäische Impressionen. Reisebeobachtungen zwischen Klausenburg und Rom. Berlin: Edition Noack & Block, 2014, 128 Seiten, 20 Farbbilder, 14,80 Euro, ISBN 978-3-86813-022-5

Bibliophil präsentiert, erlesen bebildert, bieten die 127 Seiten des Bandes in knappem, genauem Stil über die Beobachtung der Charakteristika der angesprochenen Kulturräume hinaus ungewohnte Wertungen und Erkenntnisse etwa beim Vergleich mittelalterlicher siebenbürgischer Kunst mit weltberühmten Kunstwerken der italienischen Renaissance. – „Einblicke in die Ideen- und Bildungswelt eines Schriftstellers, der sich Geist und Kultur Europas – und nicht nur – zu eigen machte.“ (Karl-Joachim Umbacher, Siebenbürgische Zeitung, München)

  1. Notizen eines Ruhelosen. Tagesaufzeichnungen 1995-2000. Berlin: Frank & Timme Verlag, 2015, 968 Seiten, gebunden, 49,80 Euro, ISBN 978-3-7329-0088-6

„Die Veröffentlichung gewährt Einblicke in Leben und Arbeit eines Schriftstellers, der stets ein streitbarer Geist gewesen ist. In sprachlicher Brillanz reflektiert er über persönliche Begegnungen Reisen und Korrespondenzen, Lektüreerfahrungen sowie Musik und Kunst und hält gelegentlich Rückblick. Die Suche nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Aufzeichnungen, in denen deutlich wird, was Humanität wirklich bedeutet.“ (Verlagstext)

„Wie durch ein scharfes Glas umreißt Bergel, was ihm der Beobachtung und Meditation wert erscheint, er spricht unumwunden aus, worauf er dabei stößt (…) Er schrickt vor keiner Erkenntnis zurück, auch wenn sie außerhalb der political correctness liegt (…) Die ,Notizen eines Ruhelosen‘ sind ein Buch mit Seltenheitswert. Liegt in der deutschen Gegenwartsliteratur Vergleichbares vor?“ (Karl-Joachim Umbacher, Siebenbürgische Zeitung, München)

  1. Vom anderen Europa. Aus Geschichte und Gegenwart südosteuropäischer Landschaften, Sechs Essays, Berlin: Verlag Osteuropa Zentrum (OEZ), 2015, 214 Seiten, 34,90 Euro, ISBN 978-3-942437-10-3

„Nirgendwo ist Europa so vielgestaltig wie im Südosten (…) In diesem Buch wird dieser Kulturraum in einzelnen Facetten anschaulich in seiner historischen Entwicklung durch die Jahrhunderte dargestellt.“ (Verlagstext)

„Die sechs Beiträge tragen den Stempel des erfahrenen Essayisten: Gründlich in der Dokumentation, überraschend in der Themenstellung, bestechend im sprachlichen Ausdruck.“ (K.-J. Umbacher, Siebenbürgische Zeitung)

  1. Hans Bergel, Manfred Winkler. Die Verweigerung der Negativität. Gespräch über Hiob und Apollon. Mit einem Beitrag von Walter Schuller. Berlin: Edition Noack & Block, 2016, 201 Seiten, 18,00 Euro, ISBN 978-3-86813-035-5

„Umso wichtiger ist diese Publikation, die das Schaffen zweier Schriftsteller nicht nur aus dem jeweils anderen Blickwinkel beleuchtet, sondern zugleich das breite Spektrum dichterischen und künstlerischen Schaffens vor dem Hintergrund eines ost-westlichen Panoramas würdigt.“ (Wolfgang Schlott, Siebenbürgische Zeitung, München)

  1. Glanz und Elend der Siebenbürger Sachsen. Rückblicke und Ausblicke eines Beteiligten. Berlin: Edition Noack & Block in der Frank & Timme GmbH, 2017, 222 Seiten, 45 Abbildungen, 24,80 Euro, ISBN 978-3-86813-043-0

„Bergels Buch bietet eine Fülle beeindruckender Beispiele für den Glanz der sächsischen Präsenz in Siebenbürgen, Hinweise auf Leistungen, die diese kleine Ethnie am Rande des westlich geprägten Europa im Karpatenbogen immer wieder hervorbrachte.“ (Udo W. Acker, Siebenbürgische Zeitung)

CD mit Hans Bergel

Hans Bergel: Wenn die Adler kommen, CD, Berlin: trioton, 2001. Gesamtspieldauer: ca 70 Minuten, Preis: 17,50 Euro, zu bestellen bei Edith Ottschofski, www.ottschofski.de (siehe Besprechung in der Siebenbürgischen Zeitung Online vom 10. Dezember 2001)